Wir sind #zukunftsrelevant

Nachricht Kutenholz, 04. September 2020

Gemeinsame Stellungnahme des KKJKs und KKJDs

Angebote für Kinder und Jugendliche in Zeiten von Corona

Liebe Teamer*innen der Ev. Jugend,
liebe Kirchenleitenden,
liebe Eltern,
liebe Kinder und Jugendliche im Kirchenkreis Buxtehude!

Wir sind #zukunftsrelevant!

Der Alltag der Ev. Jugend steht Kopf. Niemand hätte jemals gedacht, dass wir uns 6 Monate nicht sehen werden. Niemand hätte gedacht, dass wir so viele Angebote digital stattfinden lassen müssen. Vieles hat sich seit März in unserem Alltag geändert und vieles wird sich auch noch weiter verändern. Ein Ende ist, aufgrund der aktuell steigenden Infektionszahlen, noch nicht in Sicht.

Zu Beginn der Pandemie wurde viel über die „Systemrelevanz“ einzelner Berufsgruppen gesprochen. Was ist eigentlich relevant? Für wen? Und wer entscheidet das?
Die Ev. Jugend ist relevant. Wir sind #zukunftsrelevant! Bei uns verbringen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit miteinander oder bringen sich ehrenamtlich ein. Die Ev. Jugend bietet ihnen Räume, die sie selbst gestalten können, in denen sie sich ausprobieren können. Ev. Jugend ist aber auch die spirituelle Heimat für Kinder und Jugendliche, in ihr finden sie Nähe und Halt und stellen Sinnfragen des Glaubens und Lebens. Dabei werden sie professionell durch hauptberuflich Tätige begleitet. In diesem Miteinander leben Kinder und Jugendliche christliche Gemeinschaft.

Der KKJK freut sich darüber, dass die aktuelle Verordnung der Landesregierung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten bietet. Im einzelnen gibt uns die Verordnung, die seit dem 29.08. gültig ist, folgenden Rahmen:

  • Freizeiten mit mehr als 50 Personen (inkl. Team) bleiben mindestens bis zum 14.09.2020 verboten (§ 5 Abs. 4).
  • Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, sind bis zu einer Gruppengröße von 50 Personen (inkl. Team) erlaubt. Hierbei sind grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter und Hygienestandards einzuhalten. Bei gruppenbezogenen Angeboten, die für einen festen (bekannten) Personenkreis sind, kann auf den Abstand verzichtet werden. (§ 19 Abs. 1 u. 2) Die Landeskirche Hannovers empfiehlt „dennoch eine sorgfältige Prüfung, ob diese Regelung angemessen ist und mit dem Hygienekonzept der Kirchengemeinde, des Veranstalters oder des Veranstaltungsortes vereinbar ist.“

Am 02.09.2020 hat der KKJK gemeinsam mit dem KKJD in einer Sondersitzung über das weitere Vorgehen der Ev. Jugend beraten. Dabei ist uns bewusst, dass wir lediglich eine Empfehlung aussprechen können und die jeweiligen Kirchengemeinden eine abschließende Entscheidung zu treffen haben. Wir freuen uns aber, dass Sie diese Empfehlung lesen und somit den Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Gehör verschaffen.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und die Delegierten des KKJKs haben die Sondersitzung genutzt, um aus ihrer Perspektive zu berichten und ein Votum abzugeben. Deutlich wurde, dass sie den Wunsch haben, dass die Ev. Jugend wieder zusammen kommt, denn für sie ist es nicht nur ein Hobby, sondern der Ort, an dem sie Freund*innen treffen und christliche Gemeinschaft leben. Allerdings ist auch die Angst und Sorge groß, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, wenn die Politik immer mehr Bereiche öffnet. Wir tragen Verantwortung füreinander und für die Kinder und Jugendlichen, die uns anvertraut werden. Und sind zugleich selbst verunsichert angesichts der aktuellen Lage.

Auch wenn der Wunsch groß ist, die aktuelle Verordnung zu nutzen und zurückzukehren zur „alten“ Ev. Jugend, ist die Sorge nach einer Verschlimmerung der Infektionszahlen groß. Daher sprechen wir uns dafür aus, dass physische Veranstaltungen unter folgenden Bedingungen stattfinden:

  • Bei allen Veranstaltungen (egal ob gruppenbezogen oder offen) wird der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten.
  • Die Gruppengröße (max. 50 Personen) regelt sich durch den jeweils genutzten Raum.
  • Beim Verlassen der Plätze und auf den Wegen im (Gemeinde-) Haus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Der KKJD entwickelt ein Hygienekonzept.
  • Die Hygienekonzepte der jeweiligen Gemeindehäuser liegen vor und werden eingehalten.

Da mit diesen Einschränkungen die Arbeit mit Kindern schwer zu realisieren ist, spricht sich der KKJD für eine Differenzierung der beiden Arbeitsbereiche aus. Im Bereich der Arbeit mit Kindern sind grundsätzlich ebenfalls die o.g. Bedingungen zu erfüllen. Allerdings kann hier bei einem gruppenbezogenem Angebot mit max. 10 Personen (inkl. Team) auf den Abstand verzichtet werden. Die Teamenden haben trotzdem einen Mindestabstand zueinander zu wahren und ggf. eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die für die Veranstaltung Verantwortlichen haben im Vorfeld genau zu prüfen, welches Vorgehen im Einzelnen angemessen ist.

Für uns ist klar, dass unter den vorgegebenen Einschränkungen die Angebote der Ev. Jugend anders gestaltet sein müssen, damit ein Gefühl der Gemeinschaft, Nähe und Freude entsteht und nicht ein Unwohlsein angesichts der Abstandsregelung eintritt. Unter den gegebenen Umständen kann Ev. Jugend zur Zeit nicht zum „normalen“ Programm zurückkehren. Daher ist es nun an uns, mit Freude und Kreativität unsere Angebote neu zu gestalten.

In den nächsten Wochen werden sich immer mehr kirchliche Gruppen wieder treffen und damit kehrt das Leben wieder in die Gemeindehäuser zurück. Daher werden die großen Säle der Gemeindehäuser vermehrt angefragt werden. Abschließend möchten wir dazu aufrufen, dass alle kirchliche Gruppen solidarisch miteinander umgehen und gemeinsam eine Raumnutzung erarbeitet wird, die die Interessen aller Gruppen berücksichtigt.

Wir freuen uns, dass die Ev. Jugend in den nächsten Woche nicht mehr nur digital zusammen kommen wird, sondern wir uns auch wieder physisch sehen werden. Wir sind bunt, kreativ und zukunftsrelevant. Lasst uns gemeinsam für uns und andere Verantwortung übernehmen und einen neuen Alltag für die Ev. Jugend schaffen.

Für Rückfragen steht Ihnen/steht Euch der Vorstand des KKJKs oder Kirchenkreisjugendwartin Karen Seefeld zur Verfügung.

Bleibt gesund

Annika Matthiessen, Hannes von Seggern und Jonas Krarup für den KKJK
Karen Seefeld (Kirchenkreisjugendwartin) für den KKJD