KKJK Sondersitzung

Nachricht Homeoffice, 05. Juni 2020

Gemeinsame Stellungnahme des KKJKs und KKJDs

Angebote für Kinder und Jugendliche in Zeiten von Corona
 

Freu dich, junger Mensch! Sei glücklich, solange du noch jung bist! Tu, was dir Spaß macht, wozu deine Augen dich locken! (Prediger 11,9)

Glück und Freude sind nicht die ersten Worte, die uns im Zusammenhang mit der Pandemie in den Kopf kommen. Der Himmel über unserem Kopf ist im Moment sehr beengt. Mittlerweile gehen viele Kinder und Jugendliche wieder in die Schule, aber ein „normaler“ Schulalltag ist aktuell nicht möglich und mit vielen Regeln und Beschränkungen verbunden. Wir verzichten auf Besuche von Freund*innen, können zum Teil unserem Hobby nicht mehr nachgehen und alle geplanten Aktionen der Ev. Jugend finden nun anders statt oder wurden abgesagt.

In den letzten Monaten wurde viel für unserer Wirtschaft entschieden, es wurde viel für Erwachsene getan. Kinder und Jugendliche sind nun erst mit der aktuell geltenden Corona-Verordnung der Landesregierung in den Blick genommen worden. Zuvor wurden sie lediglich in Zusammenhang mit Schule und KiTa berücksichtigt. Aber Kinder und Jugendliche sind mehr als Schüler*innen. Sie sind Freund*in, Sportler*in, Kinogänger*in, Teamer*in und vieles mehr. Ein halbes Jahr im Homeoffice ist für Erwachsene anstrengend, aber einen ganzen Sommer ohne die Treffen mit Freund*innen können für Jugendliche gefühlt ein halbes Leben sein. Daher war es dem Kirchenkreisjugenddienst ein Anliegen, gemeinsam mit dem Kirchenkreisjugendkonvent eine Entscheidung zu treffen, wie es bis zu den Sommerferien Mitte Juli mit den Angeboten der Ev. Jugend weitergehen soll.

Die aktuelle Verordnung der Landesregierung sieht vor, dass Angebote der Kinder- und Jugendhilfe (§ 3 Nr. 21) für bis zu 10 Personen einschließlich der Aufsichtspersonen, unter Aufsicht von pädagogischen Fachkräften, wieder erlaubt sind. Hierbei sind ein Mindestabstand von 1,5 Meter und Hygienestandards einzuhalten. Die aktuellen Handlungsempfehlungen der Landeskirche konkretisieren dies an manchen Stellen weiter.
Auch Gremienarbeit (§ 1 Abs. 5a) ist nach der aktuellen Verordnung erlaubt, die Landeskirche empfiehlt allerdings, dass diese nur mit persönlichem Kontakt stattfinden, wenn eine Videokonferenz nicht möglich ist. Innerhalb der Ev. Jugend ist der KKJK das einzige gewählte Gremium, so dass diese Regelung auf die Mitarbeiterkreise (o.ä.) der Kirchengemeinden nicht anzuwenden ist.
Des Weiteren sind Bildungsangebote unter Einhaltung der Abstandsregelung und Hygienestandards ohne Einschränkung in der Gruppengröße möglich.

Am 02.06.2020 hat der KKJK gemeinsam mit dem KKJD in einer Sondersitzung über das weitere Vorgehen bis zu den Sommerferien beraten. Dabei ist uns bewusst, dass wir lediglich eine Empfehlung aussprechen können und die jeweiligen Kirchengemeinden eine abschließende Entscheidung zu treffen haben. Wir freuen uns aber, dass Sie diese Empfehlung lesen und somit den Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Gehör verschaffen.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und die Delegierten des KKJKs haben die Sondersitzung genutzt, um aus ihrer Perspektive zu berichten und ein Votum abzugeben. Deutlich wurde, dass wir den Wunsch haben, dass die Ev. Jugend wieder zusammen kommt, denn für uns ist es nicht nur ein Hobby, sondern der Ort, an dem wir Freund*innen treffen und christliche Gemeinschaft leben. Allerdings ist auch die Angst und Sorge groß, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, wenn die Politik immer mehr Bereiche öffnet. Für uns ist klar, dass unter den vorgegebenen Einschränkungen die Angebote der Ev. Jugend anders gestaltet sein müssen, damit ein Gefühl der Gemeinschaft, Nähe und Freude entsteht und nicht ein Unwohlsein angesicht der Abstandsregelung eintritt. Unter den gegebenen Umständen kann Ev. Jugend zur Zeit nicht zum „normalen“ Programm zurückkehren.

Daher haben wir uns schweren Herzens dafür entschieden auch in den nächsten Wochen keine Präsenzveranstaltungen stattfinden zu lassen. Der KKJD wird weiterhin #HimmelimKopf anbieten, das viele digitale Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene vereint. Diese Entscheidung gilt vorerst bis zum Beginn der Sommerferien. Für die Sommerferien plant der KKJD in Zusammenarbeit mit dem KKJK und den Freizeitteams der abgesagten Sommerfreizeiten ein Ferienprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene, dass den geltenden Corona-Verordnungen der Landesregierung und den Handlungsempfehlungen der Landeskirche entsprechen wird. Nähere Informationen erhalten Sie/erhaltet Ihr rechtzeitig vom KKJD.
Für Rückfragen steht Ihnen/steht Euch der Vorstand des KKJKs oder Kirchenkreisjugendwartin Karen Seefeld zur Verfügung.

Bleibt gesund

Annika Matthiessen, Hannes von Seggern und Jonas Krarup für den KKJK
Karen Seefeld (Kirchenkreisjugendwartin) für den KKJD